Fachkraftlaufbahn als Alternative zur Führungslaufbahn – Perspektiven für Fachkräfte im Mittelstand

Ein aktuelles Problem, vor dem sich der Mittelstand sieht, ist die Bindung von Fachkräften an das Unternehmen.

In kleinen Unternehmen ist die Führungslaufbahn in der Regel eingeschränkt, da es nur wenige Ebenen gibt. Zudem bedeutet jede Fachkraft in der Führungsetage den Verlust des Fachwissens in der täglichen Arbeit und nicht jede Fachkraft eignet sich als Führungskraft oder möchte diese Aufgabe wahr nehmen. Schließlich sind die Experten so gut in dem was sie machen, weil sie mit Eifer bei der Sache sind.

Um so kleiner das Unternehmen, desto schwieriger die Bindung der Mitarbeiter über das finanzielle Thema, da größere Firmen andere Gehälter und oft auch eine bessere Firmenausstattung anbieten und somit die qualifizierten Mitarbeiter ködern.

Umfragen unter den Mitarbeitern haben jedoch gezeigt, dass Geld nicht alle ist. In dem meisten Fällen steht für die qualifizierten Mitarbeiter das Thema Anerkennung der Leistung, ein großer persönlicher Handlungsspielraum und persönliche Weiterentwickung eine wichtige Rolle. Forderungen, welche auch oder gerade ein mittelständisches Unternehmen bieten kann.

Warum also nicht überlegen, ob zu der Führungslaufbahn nicht eine Fachkräftelaufbahn geschaffen werde kann? Zwei parallele Karrierewege im Unternehmen mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Beide sorgen jedoch für die konstante Weiterentwicklung der Mitarbeiter, steigende Anerkennung und binden diese an das Unternehmen.

Skill Level
von der Fachkraft zum Experten – Laufbahnplanung für Fachkräfte

Voraussetzung ist die Klärung der Ausgangssituation und der Erwartungen der Fachkräfte. Nicht alle Fachkräfte eignen sich für die Fachkräftelaufbahn oder wollen diese beschreiten (Mitarbeiterbezogene Sicht), nicht alle Positionen im Unternehmen sind für eine Fachkräftekarriere prädestiniert (Stellen bezogene Sicht). Welche Positionen stellen Schlüsselpositionen für das Unternehmen da?
Oft gibt es auch Widerstände bei den Führungskräften, welche ihre Stellung durch eine zweite Karrierestruktur im Unternehmen und die Gleichstellung von Fachexperten mit Führungskräften gefährdet sehen.
Wie viel Kapital wird benötigt? Welche Strukturen müssen organisatorisch geschaffen werden? Wie werden Anforderungen an einen Junior, einen Experten oder Senior definiert und wie finden sich diese im finanziellen Kontext wieder? Wie sieht die Ausbildung der Fachkräfte inhaltlich aus? Gibt es eine Wechselmöglichkeit von der Fachkraft zur Führungskraft und wieder zurück? Es gibt viele Fragen die zu klären sind. Unternehmensinhaber, Personalabteilung und Mitarbeitervertretung sollte hierzu angehört und aktiv einbezogen werden.

Sie merken schon, einfach ist die Einführung einer Fachkräftelaufbahn nicht, wie die Komplexität der Fragestellungen vermuten lässt -mit knapp 2 Jahren Umsetzungszeit muß im Durchschnitt gerechnet werden, bis die Rahmenbedingungen stehen. Der Aufwand aber lohnt sich, wie erste Erfahrungsberichte zeigen. Die Mitarbeiter haben Perspektiven, werden in ihrer Arbeit geschätzt und gefördert und die Unternehmen binden das Wissen. Die Produktivität im Unternehmen steigt  und in vielen Fällen gerade im produzierenden Sektor die Innovationskraft.

Fachkräftelaufbahnen sind eine echte Alternative zur klassischen Führungslaufbahn!

 

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Die Reise nach Jerusalem

Die Deutsche Lufthansa krempelt die Arbeitsplätze in ihrer Zentrale um. Rund 2000 Mitarbeiter haben künftig keinen festen Arbeitsplatz mehr….Die Mitarbeiter verlieren ihre festen Arbeitsplätze, müssen sich künftig jeden Morgen einen freien Schreibtisch im gläsernen Lufthansa Aviation Center (LAC) suchen. …Dahinter steht die in Startups vorgelebte Hoffnung, über flexiblere Arbeitsabläufe mehr Kreativität in den Köpfen zu wecken.“ Ausführlicher Bericht auf N-TV

Selbst mal als Assistenz für den Vorstand eines großen Unternehmens gearbeitet, habe ich mich schon immmer gefragt, warum Konzerne um Jahre versetzt Trends aufgreifen, von denen schon seit längerem bekannt ist, dass sie sich nicht bewährt haben? Jetzt ist also die Lufthansa der Meinung man könne Geld sparen, indem die Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz die Reise nach Jerusalem spielen.

Ein durchaus lustiges Spiel aus den Kindertagen, welches aber in Unternehmen zu großen Schäden führen kann. Kosten die man im Bereich der Raumaussattung spart, können sich schnell bei Ausgaben im Gesundheitsbereich und hohen Kündigungszahlen bemerkbar machen.

Es ist gut und richtig, dass nicht für jeden Mitarbeiter ein separater Arbeitsplatz vorhanden sein muss. In Zeiten von Teilzeitarbeit, Jobsharing und Homeoffice kann sicherlich der eine oder andere Platz real eingespart und somit die Kosten bei den Immobilien und der Ausstattung gespart werden.

Kritisch sehe ich hingegen die völlige freie Vergabe von Arbeitsplätzen ohne Bezug zu einer festen Arbeitsgruppe / Abteilung. Das Modell welches einst in Japan gelebt wurde – Nummer ziehen und mit seinem pesönlichen Container dann an dem Tag in irgendeinem Raum auf irgendeinem Stockwerk in einem Hochaus zu arbeiten, hat sich nicht bewährt. Das mag die menschliche Seele nicht. Wir sind Gesellschaftstiere und wollen zu einer Gruppe gehören. Diese Gruppe sorgt u.a. auch dafür, dass wir eine Resilienz aufbauen können. Stärkt uns den Rücken. Hilft uns bei Problemen im Job. Baut Stress ab.

Wir brauchen zumindest einen festen Raum mit einem festen Kern von Mitarbeitern, denen wir immer wieder begegnen (Bezugsrahmen). Man muss wissen wem man begegnet, mit wem man sich austauschen kann – nicht nur beruflich. Wir verbingen einen großen Teil unserer Zeit mit und auf der Arbeit und brauchen ein soziales Umfeld das uns trägt. Nicht umsonst sind die Kündigungsquoten in den Unternehmen am geringsten in denen es einen guten Zusammenhalt unter den Mitarbeitern gibt – diese eine Familie bilden. Den Arbeitsplatz wechseln, die Sichtweise verändern fördert Kreativität, hilft Kontakte zu anderen Mitarbeitern zu knüpfen und auszubauen.  In einem festen Rahmen (Raum/Stockwerk) sicherlich kein Problem (so lange die Technik etc. funktioniert und darauf eingestellt ist) Ohne ein festes Netzwerk von Kollegen die wir auch real auf kurzem Weg kontaktieren können, sind psychische Erkrankungen schon so gut wie vorprogrammiert. Das zeigen Erfahrungen aus anderen Unternehmen.

Von den sozialen Bedürfnissen nach Kontakten abgesehen, gibt es aber noch das Problem des Statussymbols. Für viele Mitarbeiter ist das eigene Büro, eine bestimmte Ausstattung auch mit einem gewissen Status verbunden, der nun von jetzt auf gleich aufgelöst wird. Hier ist mit Fingerspitzengefühl vorzugehen. In vielen Unternehmen wurden Statussymbole wie eigenes Büro, toller Schreibtisch, Klimaanlage, eigene Leselampe bewußt eingesetzt um Mitarbeiter zu motivieren. Was passiert, wenn sich die Geisteshaltung um 180 Grad dreht und Status auf einmal nicht mehr relevant ist? Für die jüngere Generation sicherlich kein Problem, da hier oft andere Werte vorherrschen, aber was mache ich mit den alten verdienten Hasen? Wie nehmen diese die Behandlung wahr?

Und warum behalten die Manager  ihre Büros? Währe es nicht konsequent, dass auch die Manager mehr Kontakt zur Basis bekommen und sich gleichfalls ein Büro teilen? Das würde sicherlich das eine oder andere AHA-Erlebnis verursachen.

Ein weiteres Problem ist die Anpassung der mobilen Arbeitsplätze an den Menschen. Schreit die Fachkraft für Arbeitssicherheit jetzt schon bei der Begehung der festen Arbeitsplätze auf, wenn sie sieht wie die Tische, Monitore und Stühle eingestellt sind – muss hier eine intensive Schulung der Mitarbeiter und sensibilisierung erfolgen. Jeder der sich schon heute einen Arbeitsplatz teilt kennt die Probleme, wenn die Kollegin nur 1,60m groß ist und man morgens mit den Knien gegen die niedrige Tischplatte stößt. Oder der Linkshänder Maus und Co umstellt und man morgens erst mal den Arbeitsplatz neu sortieren muss.
Was, wenn die Firma in teure Stühle für die Mitarbeiter investiert hat und jeder den für sich passenden Stuhl besitzt? Eine Person mit einer Größe von 2,10m und 130 kg Gewicht benötigt einen anderen Stuhl als eine zierliche Person mit 1,60m und 40 kg Gewicht. Rollen dann morgens auch die Stühle munter durchs Büro?
Das sind Kleinigkeiten, die sicher lösbar sind, aber Teil der täglichen Realität werden. Manche Mitarbeiter sind genervt, weil der Kollege den Tisch nicht wieder hoch gestellt oder aufgeäumt hat. Wie viele Konflikte schaffe ich mit der neuen Arbeitswelt, die viel Zeit und Kraft kosten können und somit auch Geld?

Und dann wären da noch die Abstimmung der Belegung der Arbeitsplätze (was passiert, wenn alle Vertriebsmitarbeiter auf einmal da sind? Eine einschlägige Unternehmensberatung mit dem großen M kann da ein Lied von singen) kann die Technik die neue Mobilität leisten und was ist mit dem Datenschutz?

Ich möchte die neue Mobilität nicht schlecht reden, ganz im Gegenteil. Ich bin ein Verfechter von neuen Arbeitsmodellen in jeder Form und permanenter Bewegung, aber man darf nie vergessen, dass es der Mensch ist, der die Arbeit erbringt und man einen Menschen nicht wie eine Maschine behandeln kann und auch nicht jeder Mensch gleich ist. Was dem einen entgegen kommt (Homeoffice, Arbeiten auf der Terrasse, Arbeiten wann man es mag…) ist für den anderen eine Qual. Es gibt nicht das Modell, welches für alle passt, darum sollte man schauen, ob man mehrere Modelle parallel anbieten kann, so dass jeder Mitarbeiter das wählen kann, welches gerade zu seiner Lebens- und Jobsituation passt.

 

 

 

Akkreditierung bestanden und abgeschlossen!!!

logo_uwmLiebe Kunden, Geschäftspartner und Freunde der AG-Unternehmensberatung,

 am 09. Februar erreichte mich kurz vor Feierabend die Mail mit den entscheidenden Sätzen, die dem Warten nun ein Ende setzen.
 
 “... mit dieser E-Mail möchten wir Sie darüber informieren, dass der  Bewerbungsstatus von Ihrer Erstberatungsstelle im  Online-Autorisierungsverfahren als Prozessberater/in des Programms  unternehmensWert:Mensch geändert wurde.
 Neuer Status: Autorisiert / Re-Autorisiert
 Herzlichen Glückwunsch - mit diesem Statuswechsel ist Ihre Bewerbung erfolgreich abgeschlossen.”
 
 Somit kann ich nun meinen Kunden das wundervolle Förderprogramm anbieten, welches die Beratungsleistung mit bis zu 80% subventioniert und so insbesondere die kleinsten Unternehmen bei Fragen rund um das Thema Personal unterstützt. 
 
 Mehr Informationen zu dem Programm gibt es bei mir oder auf http://www.unternehmens-wert-mensch.de/startseite.html
 
 Auch, wenn Ihr Unternehmen das Programm nicht in Anspruch nehmen will/kann, möchte ich Sie bitten dieses Förderprogramm unter Ihren Netzwerkpartnern zu kommunizieren. Neben der Beratungsleistung bekommen die Unternehmen einen unabhängigen kostenlosen Vorabcheck durch die Leitstellen und können so sehen wo sie stehen und in der Personalarbeit ansetzen können.
 
 Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitern eine gute Zeit,
 
 Alexandra Gerhardt-Botzian

Privates Nutzen von Handy & E-Mails kann den Job kosten

Immer wieder höre ich von Kunden, die sich über Ihre Mitarbeiter ärgern, da diese während der Arbeitszeit Smartphone, Tablet und Co für private Zwecke nutzen.  Verständlich, denn durch Twitter, Facebook, Whats App und Onlinespiele wird der Mitarbeiter immer wieder in seiner Konzentration gestört, unterbricht seine Arbeit, muss sich neu einfinden und im schlechtesten Fall wird der direkte Kundenkontakt zum Supergau. Ich denke da zum Beispiel an einen Mitarbeiter im Baumarkt, der mich eigentlich beraten sollte anstelle dessen aber im Gespräch mehrfach SMS tippte und seine Nachrichten kontrollierte.

Die Mitarbeiter durch die permanenten Störungen weniger produktiv und nicht bei der Sache für die ich den Mitarbeiter als Unternehmer bezahle (Sägeblatteffekt). Die Fehlerquote im Unternehmen steigt und damit auch die Kosten.
Zum anderen führt eine vermehrte andauernde Ablenkung durch die digitalen Medien zu einer vorschnellen und zum Teil dauerhaften Erschöpfung der Mitarbeiter (Digitaler Burnout).

Verständlich, dass der eine oder andere Arbeitgeber in seinem Ärger dem Ganzen ein Ende setzen und das Arbeitsverhältnis beenden möchte. Zurecht, wie mittlerweile auch die Gerichte urteilen. Lesen Sie hier mehr über die aktuelle Rechtsprechung: Privates Nutzen von Handy & E-Mails kann den Job kosten

Mein Tipp: Übernehmen Sie die Führung. Lassen Sie es als Arbeitgeber gar nicht erst so weit kommen, dass die Nutzung von Handy und Co. während der Arbeitszeit ausufert. Jeder Rechtsstreit kostet Zeit, Geld und vor allen Dingen Nerven und eigentlich und ursprünglich wollten Sie als Unternehmer ja auch die ungeteilte Aufmerksamkeit ihres  Mitarbeiters und keine Kündigung.  Versuchen Sie daher mit ihrem Mitarbeiter ins Gespräch zu kommen und ihre Position zu verdeutlichen.

Haben Sie noch keine Regelung im Unternehmen? Dann stellen Sie Regeln auf, die für alle akzeptabel und praktikabel sind (Ansätze die mit den Mitarbeitern gemeinsam erarbeitet werden sind in der Regel tragfähiger) und halten Sie diese auch schriftlich fest.
Gerade in kleinen Unternehmen sollte da doch eine Lösung zu finden sein.

Einladung zum Infoabend am 10.09.2015 – UnternehmensWert:Mensch – Fördergelder für kleine Unternehmen

Ein ganz herzliches Dank an die Redaktion vom Wochenblatt für die Bekanntgabe der Veranstaltung und für den tollen Bericht, den hoffentlich viele  Firmeninhaber lesen und die Förderung wahr nehmen.

Pressemeldung Unternehmenswert Mensch

Pressemeldung Unternehmenswert Mensch

Das Leben genießen – Flexibilisierung der Arbeitswelt

Die kleinen Betriebe machen es vor – besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen.

Gerade bei den Temperaturen der letzten Tage ist es für die Mitarbeiter im Innen- und Außendienst nicht wirklich leicht die nötige Konzentration aufzubringen – jedes Grad zu viel über unserer Wohlfühltemperatur kostet bis zu 5% der Leistung wie Studien belegen.

Auch für Handwerker steigt das Risiko für Sonnenbrand und somit Hautkrebs, für Hitzeschlag sowie für schwerwiegende Folgeschäden auf Grund des Konzentrationsmangels.

Daher nutzen viele die Möglichkeit der flexiblen Arbeitszeit. Morgens früher anfangen – lange Mittagspause – Abends ggf. noch einmal ein paar Stunden dran hängen. Auch Homeoffice Lösungen sind willkommen. Und ganz ehrlich – wird es nicht in Anbetracht des Klimawandels Zeit, daß wir unser Preußentum ein  wenig anpassen und uns an den nordischen Völkern ein Vorbild nehmen? Schweden steht wirtschaftlich auch nicht vor dem Abgrund und dort geht ein ganzes Volk für 3 Monate fast geschlossen in die Sommerferien um Sonne für die dunklen Monate zu tanken. Vielleicht hat das eine oder andere Unternehmen auch die Möglichkeit einfach mal früher Schluß zu machen und die Stunden dann in der dunklen Jahreszeit bzw. an den Regentagen nacharbeiten zu lassen?

So schön wie es manchmal für Unternehmer wäre, aber das Leben läßt sich nicht in ein 8:00 to 17:00 Korsett zwängen – darum einfach mal locker sein und das Leben genießen, wenn es gerade lebenswert ist.

Vater Staat unterstützt Personalarbeit

Es bewegt sich was bei der AG-Unternehmensberatung – neben einer weiteren Entwicklung meines Unternehmens (mehr verrate ich wenn alles in trockenen Tüchern ist) gibt es ab August neue Fördergelder. Das Programm Unternehmenswert Mensch unterstützt insbesondere kleine Unternehmen bis 10 Mitarbeiter, wenn Sie ihre Personalthemen mit professioneller Beratung an gehen wollen. Themen können sein: Fachkräftemangel, Probleme bei der Suche nach einem Azubi, Wissenstransfer bei Krankheit und auch bei den aktuellen Frühverrentungen, Weiterbildung, Probleme bei der Führung und vor allen Dingen wie gestalte ich meine Personalarbeit dahinter strukturiert und mit kleinem Aufwand.

Interesse geweckt? Ab Montag 06.07.2015 kann ich zu dem Programm alle Fragen beantworten. 06733-949 767 oder Info@ag-unternehmensberatung.de